Aus für das Druckhaus Weppert

In Zahlungsschwierigkeiten kam das Druckhaus mit seinem Hauptsitz im Hafengebiet in der Silbersteinstraße 14, nachdem, ein Online-Großkunde abgesprungen war. Das teilte Insolvenzverwalter Peter Roeger (Würzburg) auf Anfrage dieser redaktion mit. Zahlungsunfähig und überschuldet Am 30. August wurde das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet, doch ein Investor, den es dringend gebraucht hätte, fand sich laut Roeger nicht. Folge: „Der Geschäftsbetrieb des Druckhauses musste zum 8. September leider eingestellt werden.“ Und: Allen 149 Mitarbeitern musste gekündigt werden. Es fehlte Auftragsvolumen Als Gründe für die Betriebsstilllegung nennt Roeger „fehlende Großaufträge und die Überkapazitäten in der Branche“. Weppert sei eine effizient geführte Druckerei, „allerdings fehlt das Volumen nach dem kurzfristigen Wegfall des wichtigsten Großkunden“. Für eine erfolgreiche Investorenlösung wäre es notwendig gewesen, „dass ein neuer Investor über ein ausreichendes eigenes Auftragsvolumen verfügt, um die notwendige Auslastung für die Druckerei zu erreichen und profitabel wirtschaften zu können“. Die Stilllegung war laut Insolvenzverwalter unvermeidlich Nachdem dies nicht der Fall ist, sei die Betriebsstilllegung unvermeidlich gewesen. Das Unternehmen habe in den vergangenen Tagen jedoch noch alle bestehenden Kundenaufträge ausgeführt. Die Mitarbeiter hätten in den vergangenen Wochen hochmotiviert mitgezogen, was in einer solchen Situation nicht selbstverständlich sei. Seit dem Insolvenzantrag Anfang Juli wurde der Geschäftsbetrieb trotz der schwierigen Lage aufrechterhalten. Zugleich führte der Insolvenzverwalter zahlreiche Gespräche mit Interessenten, jedoch ohne Erfolg. Nun bleibt ihm die Aufgabe, den Betrieb abzuwickeln. Anlagevermögen sei vorhanden, vor allem in Form von Maschinen. Der (Markt)-Wert der Masse könne noch nicht genau beziffert werden. Immobilien habe die insolvente GmbH nicht besessen. Zweimal überlebte Weppert Insolvenzverfahren Im Jahr 2004, dem 165. Jahr ihres Bestehens, musste das damals noch als Druckerei Weppert firmierende Unternehmen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit erstmals Insolvenz anmelden. Norbert Hettrich übernahm den Betrieb. Er begann mit 20 der zuletzt noch 34 Mitarbeiter die Geschäfte fortzuführen. Bis 2009 wuchs das Unternehmen dann auf 80 Mitarbeiter. Da musste Hettrich selbst einen Insolvenzantrag stellen. Hauptgrund laut dem damaligen Insolvenzverwalter war „allgemeiner Auftragsmangel“ als Folge der schweren Wirtschaftskrise von 2008, die zu einem erheblichen Rückgang der Aufträge geführt hatte. Zum Schluss gab es drei Betriebsstätten Die Lösung damals: Der Würzburger Konkurrent Flyeralarm und Hettrich gründeten zusammen das neue Unternehmen „Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH“. Seither wuchs der Betrieb auf 150 Mitarbeiter. Ein zweiter Produktionsstandort neben der Silbersteinstraße 4 wurde 2012 in der Porschestraße eröffnet und vor zwei Jahren erst, 2015, noch ein dritter in der Rudolf-Diesel-Straße. Aus im 178. Jahr des Bestehens Nun also bedeutet der Abgang eines einzigen Großkunden das Aus für die traditionsreiche Schweinfurter Weppert-Druckerei – im 178. Jahr ihres Bestehens. Am Donnerstag war der Hauptsitz in der Silbersteinstraße verwaist – dunkle Wolken darüber.

Quelle: © Main-Post 2017

 

Wer das Geld regiert, regiert die Welt

Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geld? Woher kommt es und was gibt ihm seinen Wert? Warum sind Banken so mächtig geworden? Wie sind sie überhaupt entstanden? Und wie kann die „marktkonforme“ Demokratie zu einem System werden, das seinen Bürgern dient? Denn mittlerweile scheint es egal zu sein, welche Regierung ein Volk wählt, wenn doch in letzter Instanz die Gläubiger entscheiden.

Von alters her hat derjenige die Macht im Staate, der das Geld schöpft und
in Umlauf bringt. Was früher allein römische Herrscher und Könige durften, findet heute weitgehend unter der Kontrolle privater Großbanken statt, die eng mit Zentralbanken wie der EZB verknüpft sind. Heute erschaffen Banken das Geld und lenken die Finanzströme nach ihren Bedürfnissen. Doch es geht auch anders. Geld kann von der Gemeinschaft geschöpft werden, einfach und direkt mittels öffentlicher Ausgaben – für Zwecke, welche die Mehrheit wünscht und über die sie demokratisch entscheidet. Wie können wir einen solchen Weg einschlagen?